Siegfried-Pickert-Fachschule
für Sozialwirtschaft

Gemeinschaft für Heilpädagogik und Sozialtherapie
im Schloss Stockhausen
Müser Straße 1
36358 Herbstein

Ansprechpartner:
Schulleiter Herr Haas
Müser Straße 1
36358 Herbstein
Telefon: 0 66 47 / 96 06 - 0


Bildungsort "Campus am Park" eingeweiht

"Visionen sind die Vorboten der Ideen"

Neue Einrichtung hat Multiplikatoreneffekt für heilsame Tätigkeit

Mit der Enthüllung eines von der Firma Dozert gestifteten Steines begannen am Freitagmorgen die Feierleichkeiten zur Eröffnung der Siegfried-Picker Fachschule zur Sozialwirtschaft Fachrichtung Heilerziehungspflege am "Campus am Park".
Schulleiter Pierre Haas ging in seiner anschließenden Begrüßung auf den Namen "Campus am Park" ein. Dieser stamme aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie das "Feld am Park". Daraus könne man schlussfolgern: Wo die Arbeit die Muse trifft.
Dr. Peter Schnell, Stifter und Vorstandsvorsitzender der von ihm vor 23 Jahren gegründeten "Michaelstiftung" räumte ein, dass er beim damaligen Kauf des Schlosses noch nicht geahnt habe, was alles auf dem 20 bis 25 Hektar großen Gelände geschehen könnte. In dem neuen Seminar- und Schulungsgebäude mit der Aus- und Fortbildung für Lehrer und Therapeuten werde ein Multiplikatoreneffekt für heilsame Tätigkeiten erzielt, der nicht nur für unsere Gesellschaft sondern in der gesamten Menschheit dringend benötigt wird.
Als besonderes Ereignis für die gesamte oberhessische Region nannte der erste Kreisbeigeordnete Gerhard Ruhl die Einweihung der Fachschule "Campus am Park".
Lernort und Lernumgebung seien wichtige Bausteine zum Lernen, meinte der Leitende Schulamtsdirektor Christoph Fellner von Feldegg und zeigte sich ins seinem Grußwort begeistert von den neuen Räumlichkeiten. Er hoffte abschließend auf eine weitere gute Zusammenarbeit.
Als einen neuen sehenswerten Höhepunkt in der Entwicklung seit 1982 bezeichnete Bürgermeister Bernhard Ziegler die Einweihung des "Campus am Park".
Ortsvorsteher Thomas Kurz zeigte sich erfreut, dass wieder Infrastruktur geschaffen worden sei, denn in den letzten Jahren hätten die Städte und Gemeinden viel davon verloren. Mit dem "Campus am Park" SEIEN Investitionen in den ländlichen Raum gelossen und das Raumproblem der Fachschule behoben worden.
Heinz Löbert, Sprecher der Bundeselternvereinigung und des örtlichen Elternbeirates überreichte einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro an Schulleiter Haas.
Die obligatorische Schlüsselübergabe erfolgte anschließend durch Carola Geupel vom Architekturbüro Werner (Dillenburg). Sie überbrachte die Grüße ihres Chefs Siegbert Werner. Die Architektin selbst überraschte die Festgesellschaft mit einem Musikstück auf dem Akkordeon.
Dipl. Ing. Joachim Eurich des Generalunternehmens Holzbau Schmidt (Maar) zitierte den Vers "Wenn der Herr nicht das Haus bauet, so arbeiten umsonst, die daran bauen" aus dem 127 Psalm. Eurich zollte den Stockhäusern Bürgern Lob und Anerkennung die die Entwicklung des "Campus am Park" sehr rege verfolgt hätten.
Im Anschluss an die Grußworte gab es einen Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging Johannes Denger (Kassel) in seinem Vortrag "Begegnung ist Kunst - das Wahrnehmen und Anerkennung des anderen Menschen ausbilden"

Text: (dg) - Auszug aus dem amtlichen Mitteilungsblatt Nr: 38.2009 -

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Seit gut 15 Jahren unterhält die Gemeinschaft Altenschlirf ein Seminar 
zur Ausbildung von HeilerziehungspflegerInnen. Nach Anerkennung des 
Seminars (Fachschule für Sozialwirtschaft) als Ersatzschule im Jahr 2004
und der damit verbundenen öffentlichen Förderung sowie der Einführung
von Studiengebühren, ergaben sich erstmalig die Situation, über "eigene"
Mittel zu verfügen. Die nächste Aufgabe im Rahmen der Weiterentwicklung
unseres Bildungsortes wird die Ausgründung aus der Trägerschaft der
Gemeinschaft Altenschlirf in die rechtliche Selbständigkeit sein.

Über das bestehende Angebot für die Ausbildung von Heilerziehungs-
pflegerInnen hinaus gestaltet das Seminar aktuell weitere Angebote im
Bereich von Fort- und Weiterbildung. Angesprochen sind die Mitarbeiter
Innen der regionalen Einrichtungen der Behindertenhilfe, vornehmlich
- aber nicht nur - aus anthroposophischen Zusammenhängen.

Diverse Qualifizierungsmaßnahmen aus den Bereichen Medizin, Pflege,
Krankheitsbilder und Erwachsenenbildung für Menschen mit Hilfebedarf
sind somit auch für Außenstehende belegbar. Aber nicht nur für die. Im Laufe der Jahre hat es sich gezeigt, dass auch die Menschen mit Hilfe-
bedarf ein wachsendes Interesse an Weiterbildung, z.B. im Bereich Pflege
haben - um nicht nur sich selbst, sondern auch anderen helfen zu können. Dafür bereiten wir zurzeit integrierte Kurse für Menschen mit 
und ohne Hilfebedarf vor.

Zudem beinhaltet unser zukünftiges Programm auch umfassendere An-
gebote, wie die Sozialpädagogische Zusatzausbildung (SPZ), oder die
"Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung" (FAB), beides
Bedarfe, die aus den Werkstätten gemeldet wurden.

Quelle: Altenschlirfer Brief - Dezember 2006 Nr. 27
 
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